Zwei voll besetzte Passagierflugzeuge wären über dem Atlantik beinahe frontal zusammengestoßen. Nur das Eingreifen eines autonomen Sicherheitssystems in letzter Sekunde verhinderte in rund 11.000 Metern Höhe eine Katastrophe ungekannten Ausmaßes.
In der Nacht zum 10. Juli kam es über dem Atlantik beinahe zu einem außergewöhnlich schweren Zwischenfall. In einer Flughöhe von 36.000 Fuß, also etwa 11.000 Metern, befanden sich zwei Maschinen spanischer Fluggesellschaften auf der Luftstraße N857 vor der afrikanischen und kanarischen Küste.
Ein Airbus A321XLR von Iberia war von Recife in Brasilien nach Madrid unterwegs. Ihm entgegen flog ein Boeing 787-9 Dreamliner von Air Europa von der spanischen Hauptstadt nach São Paulo. Das Problem: Beide Verkehrsflugzeuge flogen exakt auf derselben Höhe, mit Reisegeschwindigkeit und in entgegengesetzter Richtung. Eine kritische Lücke bei der vorgeschriebenen Staffelung brachte sie auf einen direkten Kollisionskurs.
Iberia und Air Europa auf direktem Kollisionskurs
Das System, das Hunderte Menschenleben rettete
Moderne Flugzeuge verfügen zum Glück über hochentwickelte Technik, die zahlreiche Katastrophen verhindern kann. Das bordeigene Kollisionswarnsystem TCAS (Traffic Collision Avoidance System) aktivierte sich automatisch. Dieses System gilt als letzte Schutzbarriere und arbeitet vollständig autonom, unabhängig von der Flugsicherung am Boden.
Das System bewertete die Gefahr und gab beiden Cockpits gleichzeitig abgestimmte Anweisungen für ein Ausweichmanöver. Die Iberia-Piloten sollten die Nase senken und sinken, während die Air-Europa-Crew unverzüglich steigen musste. Dank dieses koordinierten Manövers passierten sich die beiden Flugzeuge sicher mit lediglich 200 Metern Abstand und entgingen nur knapp einer schweren Katastrophe.
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Zwei spanische Verkehrsflugzeuge, ein Airbus A321 der Fluggesellschaft Iberia und eine Boeing 787-9 von Air Europa, wären in der Nacht zum 10. Juli über dem Atlantik beinahe zusammengestoßen. Als sie sich gefährlich näherten, löste das TCAS-Sicherheitssystem Alarme aus und verhinderte die Kollision. #aktuell #nachrichten #foryou
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TCAS als autonome letzte Sicherheitsbarriere
Untersuchung zur Aufklärung des Fehlers eingeleitet
Die Folgen eines solchen Zusammenstoßes in der Luft wären verheerend gewesen: Beide Maschinen und ihre Hunderte Passagiere wären verloren gewesen. Über Ozeanen, wo herkömmliche Radarsysteme nicht verfügbar sind, basiert die Verkehrssteuerung auf strikt festgelegten Flugrouten und Satellitenkommunikation. Ein derartiger Staffelungsfehler ist deshalb ebenso selten wie beunruhigend.
Die spanische Kommission zur Untersuchung von Unfällen und Zwischenfällen der Zivilluftfahrt (CIAIAC) leitete unverzüglich eine offizielle Untersuchung ein. Die Ermittler werten nun die Flugschreiber, Funkaufzeichnungen und Flugdaten aus, um zu klären, wie eine solche widersprüchliche Anweisung freigegeben werden konnte.
Ob menschliches Versagen, ein technischer Fehler oder ein Übertragungsproblem: Die Untersuchung soll feststellen, weshalb die erste Sicherheitsbarriere beinahe versagt hätte.
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