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USA: Rechenzentrum verursacht dauerhafte Lärmbelästigung bei Nachbarn

Mann steht vor Haus und überprüft auf Smartphone die Außeneinheit einer Wärmepumpe im Garten.

In den USA zeigt eine Reportage, welche Lärmbelastung ein Rechenzentrum für die Nachbarschaft verursachen kann. Eine Anwohnerin vergleicht das Geräusch mit einem Staubsauger, dessen Filter verstopft ist und der ununterbrochen läuft. Das Unternehmen hinter dem Rechenzentrum hat bereits Abhilfemaßnahmen zugesagt und bietet unzufriedenen Nachbarn sogar an, ihre Grundstücke zu kaufen.

Mit der zunehmenden Zahl von Rechenzentren wachsen die Sorgen über ihren Stromverbrauch und ihre CO2-Emissionen. Für Menschen, die in ihrer Nähe leben, können sie jedoch auch erhebliche Geräuschprobleme mit sich bringen. Der US-Sender WXYZ, ein Partner von ABC, berichtete kürzlich über den Lärm eines Rechenzentrums in Dowagiac im Bundesstaat Michigan. Die Anlage war auf Kryptowährungen ausgerichtet und stellt schrittweise auf KI und Robotik um. Laut Futurism handelt es sich um ein Rechenzentrum mit 30 Megawatt Leistung.

Rechenzentrum in Dowagiac: Dauerlärm für die Nachbarschaft

Das untenstehende Video vermittelt einen sehr konkreten Eindruck von dem Pfeifen, das die Anwohner hören. Eine Betroffene beschreibt es als besonders schrilles Geräusch eines Staubsaugers mit verstopftem Filter. Anders als ein Staubsauger schaltet sich dieser Lärm allerdings nie ab, denn das Rechenzentrum arbeitet 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. „Im Sommer, wenn es so extrem heiß ist wie derzeit, ist das Ventilatorgeräusch so laut, dass man nicht einmal ein paar Minuten draußen bleiben kann, ohne Kopfschmerzen zu bekommen“, erklärte sie außerdem.

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Ein weiterer Anwohner, der direkt gegenüber dem Rechenzentrum wohnt, sagt, es sei inzwischen unmöglich, ein Fenster zu öffnen. Die Stadt hat deshalb bereits Grenzwerte von 65 Dezibel am Tag und 55 Dezibel in der Nacht festgelegt. WXYZ zufolge soll der Betreiber des Rechenzentrums jedoch schon mit einer Geldstrafe belegt worden sein, weil diese Vorgaben nicht eingehalten wurden. Zudem haben Bewohner bereits eine Sammelklage angestrengt.

Das bietet das Unternehmen als Reaktion auf die Beschwerden an

Wie WXYZ berichtet, organisierte die Stadt in diesem Juli ein Treffen zwischen den Einwohnern von Dowagiac und William Horne, dem CEO von Hyperscale Data, das die Anlage betreibt. Horne versprach, Maßnahmen zur Senkung des Lärms des Rechenzentrums umzusetzen. So kaufte das Unternehmen angrenzende Grundstücke, die als natürliche Pufferzone zur Geräuschminderung dienen sollen. Hyperscale Data erklärte außerdem, bei anhaltender Unzufriedenheit der Nachbarn deren Immobilien erwerben zu können.

Nach Einschätzung von Hyperscale Data dürfte auch die Neuausrichtung des Unternehmens von Kryptowährungen auf KI das Problem abschwächen. „Wir sind seit fünf Jahren in Dowagiac ansässig und nehmen die jüngst von den Bewohnern geäußerten Bedenken sehr ernst. Während wir unseren operativen Übergang vom Kryptowährungs-Mining zu einer Recheninfrastruktur für KI und fortschrittliche Robotik abschließen, wollen wir dazu beitragen, die allgemeinen Geräuschpegel in der Region zu senken. Etwa die Hälfte der Mining-Ausrüstung ist bereits außer Betrieb, und wir erwarten, dass der Rest innerhalb der nächsten drei Monate vollständig abgeschaltet wird“, heißt es in einer von WXYZ zitierten Unternehmensmitteilung.

In derselben Mitteilung verweist das Unternehmen auch auf die Beschäftigungseffekte seiner Investitionen. Hyperscale Data zufolge sollen in der Stadt innerhalb der nächsten drei Jahre 500 neue Arbeitsplätze entstehen, darunter Einstiegsstellen für Menschen, die eine technische Laufbahn beginnen möchten.

Rechenzentren im Weltraum als mögliche Alternative

Diese Entwicklung liefert jedenfalls ein weiteres Argument für Befürworter von Rechenzentren im Weltraum. Zur Erinnerung: Das gehört zu Elon Musks großen Vorhaben für die kommenden Jahre. Geplant ist, KI-Server in Satelliten unterzubringen, die Starlink ähneln, damit sie Solarenergie optimal nutzen können und dadurch die Umwelt auf der Erde weniger belasten.

Elon Musk ist mit dieser Überlegung nicht allein: Auch Google entwickelt ein vergleichbares Projekt.

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