Google hat bekannt gegeben, dass seine Gemini-App die Marke von einer Milliarde Nutzerinnen und Nutzern überschritten hat. Zudem liefert der Konzern einige Einblicke darin, wie Menschen seine KI verwenden. Demnach haben sich insbesondere sprachbasierte Interaktionen durchgesetzt – vor allem bei Eltern.
Die große Beliebtheit von Gemini erklärt sich durch die Leistungsfähigkeit der KI, alltagstaugliche Funktionen sowie die Einbindung in Googles Produkt- und Service-Ökosystem einschließlich Android. Inzwischen verzeichnet die Gemini-App mehr als eine Milliarde monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer und liegt damit sehr nahe an der Nutzerzahl von ChatGPT. In seiner Mitteilung nennt Google außerdem interessante Details zur Nutzung von Gemini.
Die Sprachoberfläche von Gemini verändert laut Google den Alltag vieler Nutzerinnen und Nutzer. 63 % der Menschen, die Googles KI verwenden, sprechen direkt mit Gemini, wobei einige ausschließlich den Sprachmodus nutzen. Besonders bei Eltern kommt diese Sprachoberfläche laut dem Unternehmen gut an, da sie ihnen im Alltag Zeit spart.
„Vielbeschäftigte Eltern nutzen Sprache für alltägliche Aufgaben mit einer um 43 % höheren Wahrscheinlichkeit“, schreibt das Unternehmen aus Mountain View. Die Sprachsteuerung hält die Hände frei und erlaubt der KI gleichzeitig, Aufgaben zu übernehmen. Auch das Teilen des Kamerabilds oder von Bildschirminhalten mit Gemini wird immer häufiger genutzt: Bei jeder fünften Interaktion mit Gemini Live kommt diese Funktion zum Einsatz. Google zufolge ist sie vor allem bei Fans von Do-it-yourself-Projekten und bei Studierenden beliebt.
Gemini überzeugt auch Apple-Kundinnen und -Kunden
Auf Android hat Gemini Google Assistant als Standardassistenten abgelöst. Innerhalb von Googles Plattform kann Gemini bereits mit mehr als 40 beliebten Apps interagieren und so die Produktivität erhöhen. Den Zahlen von Google zufolge ist die KI jedoch auch auf Apple-Geräten gefragt: Auf iOS kommt Gemini bereits auf mehr als 100 Millionen aktive Nutzerinnen und Nutzer.
Auch die Bildgenerierung von Gemini erfreut sich großer Beliebtheit. Die Nano-Banana-Modelle erstellen inzwischen mehr als 150 Millionen Bilder täglich. Nach Angaben von Google werden die kreativen Gemini-Funktionen besonders häufig von kleinen und mittleren Unternehmen genutzt.
Eine Zahl vor dem erwarteten Update
Google veröffentlicht diese Nutzungsdaten zu Gemini zu einem Zeitpunkt, an dem hohe Erwartungen an das KI-Team des Konzerns gerichtet sind. Während OpenAI und Anthropic bereits ihre neuen, leistungsstärksten Modelle vorgestellt haben, bereitet Google weiterhin die Veröffentlichung von Gemini 3.6 Pro vor. Vor Kurzem teilte das Unternehmen außerdem mit, dass es bereits an Gemini 4 arbeitet, einer vollständig neuen Generation.
Die diese Woche von Google veröffentlichten Zahlen beziehen sich ausschließlich auf die Gemini-App. Internetnutzerinnen und Internetnutzer interagieren jedoch auch über andere Produkte und Anwendungen des Konzerns mit dessen KI, darunter die Suchmaschine. Erst kürzlich hat Google diese Gemini-Integration zudem in Google Search in Frankreich eingeführt.
Ebenfalls wissenswert: Wie Gemini erzielt auch Gemma große Erfolge
Google entwickelt zudem offene „Gemma“-Modelle, die alle herunterladen und lokal ausführen können; einige davon laufen sogar auf einem Smartphone. Laut dem Konzern haben auch die Gemma-Modelle inzwischen die Marke von einer Milliarde Downloads überschritten.
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