Die vor Ort vorgenommenen Manöver bleiben den Überwachungssatelliten nicht verborgen.
Öffentlich zugängliche Daten deuten darauf hin, dass Russland S-300- und S-400-Luftverteidigungseinheiten von mehreren strategisch wichtigen Standorten im Nowaja-Semlja-Archipel nahe dem Stützpunkt Rogatschowo abgezogen hat.
S-300 und S-400 auch am Weißen Meer verlegt
Ein ähnliches Bild zeigt sich am Weißen Meer, wo der von Wladimir Putin geführte Staat seine Atom-U-Boote instand setzt. Nach Angaben der Website L’Internaute wurden seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 rund 60 % der Luftverteidigungssysteme von ihren bisherigen Stationierungsorten abgezogen.
Wie unsere Kollegen уточnen, hält der Kreml diese für die Abschreckung unverzichtbaren Schutzsysteme jedoch weiterhin in der Nähe von Atomraketensilos und Stützpunkten strategischer Bomber bereit.
Katarzyna Zysk, Professorin am Norwegischen Institut für Verteidigungsstudien, zufolge zeigt die aktuelle Stationierung der Systeme „ein wachsendes Missverhältnis zwischen den Zielen, die Russland schützen muss, und [der Position] den verfügbaren Startsystemen, Abfangraketen und qualifizierten Fachkräften“.
Ukrainische Drohnen treffen Russland hart
Nach Einschätzung der Expertin rechnet die russische Regierung kurzfristig „nicht mit einem großangelegten Angriff in der Region“. Die massenhaft gestarteten ukrainischen Drohnen erzwingen allerdings eine Verlegung der Luftverteidigung in größere Städte, die näher an Westeuropa und dem Gegner liegen. Das betrifft insbesondere Moskau sowie die Umgebung von Raffinerien, etwa in Saratow.
Die norwegische Analystin fragt sich derweil, wie es weitergehen wird: Kehren die Luftverteidigungsbatterien nach Kriegsende an ihre ursprünglichen Standorte zurück? Oder wird der Kreml „eine stärker verteilte und gestaffelte Aufstellung“ wählen?
Russische Energieversorgung unter zunehmendem Druck
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Wie wir bereits in einem früheren Artikel erläutert haben, setzt der umfangreiche Drohneneinsatz der Ukraine Russlands Wirtschaft und Energiesektor erheblich zu. Während an zahlreichen Tankstellen Kraftstoff knapp wird, beschloss die Regierung im vergangenen Juni, die Ausfuhr von Flugkraftstoff bis zum kommenden 30. November zu untersagen.
Reuters zufolge hatte Russland sein Kerosin zuvor regelmäßig per Bahn in zentralasiatische Staaten exportiert, darunter Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan.
In einer äußerst knappen Mitteilung erklärte die Regierung: „Ziel dieser Entscheidung ist es, die Stabilität des inländischen Kraftstoffmarktes zu gewährleisten“. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem vorherigen Artikel hier.
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