Ein Phänomen, das auf dem Arbeitsmarkt Schlimmes befürchten lässt.
Die „Job-Apokalypse“ durch KI
Kennen Sie den Begriff „Job apocalypse“ beziehungsweise „Apokalypse der Arbeitsplätze“? Damit wird eine Entwicklung beschrieben, auf die einige Beobachter hinweisen: Künstliche Intelligenz könnte durch die Automatisierung von Tätigkeiten Massenarbeitslosigkeit auslösen. Neben den oft medial beachteten und spektakulären Massenentlassungen bereitet vor allem ein schleichender Stellenabbau Sorge, der sich in ausbleibenden Neueinstellungen zeigt.
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Aufgaben von Berufseinsteigern an KI übertragen
Im vergangenen Oktober berichtete The Guardian unter anderem über eine Studie des British Standards Institution (BSI). Für die Befragung wurden 850 Unternehmensleitungen in sieben Ländern befragt – im Vereinigten Königreich, den USA, Frankreich, Deutschland, Australien, China und Japan. 41 % von ihnen sind der Ansicht, dass KI ihnen dabei hilft, ihre Mitarbeiterzahl zu verringern.
Darüber hinaus erklären 31 % der Unternehmenschefs, dass ihr Unternehmen zunächst KI-Lösungen prüft, bevor es Neueinstellungen in Betracht zieht. Ein Viertel der CEOs geht zudem davon aus, dass die meisten oder sogar sämtliche Aufgaben von Berufseinsteigern durch eine KI erledigt werden könnten.
Susan Taylor Martin, Geschäftsführerin des BSI, wird von unseren Kollegen wie folgt zitiert: „KI bietet Unternehmen auf der ganzen Welt eine enorme Chance. Doch bei ihrem Streben nach höherer Produktivität und Effizienz darf nicht vergessen werden, dass letztlich die Menschen den Fortschritt vorantreiben.“
60 % der heutigen Arbeitsplätze gab es 1940 noch nicht
In den USA nimmt der Wettlauf um KI in einigen Unternehmen jedenfalls noch radikalere Formen an. Dazu zählt Accenture: Die CEO Julie Sweet erklärte Finanzanalysten, dass das Unternehmen Berater entlassen werde, die sich nicht an neue Technologien anpassen können:
Unsere oberste Priorität ist die Weiterbildung. Wir trennen uns innerhalb sehr kurzer Zeit von Personen, bei denen eine Umschulung (…) angesichts der benötigten Kompetenzen nicht infrage kommt.
Neue Produkte und zusätzliche Arbeitsplätze durch KI
Um die verbreitete Alarmstimmung rund um KI etwas einzuordnen, lässt sich Google-CEO Sundar Pichai anführen. Angesichts der Geschäftstätigkeit seines Unternehmens ist er in diesem Bereich zwar nicht völlig unbefangen, erinnerte jedoch kürzlich:
Die Menschen werden mehr leisten können. Das bedeutet möglicherweise, dass wir neue Produkte entwickeln und deshalb zumindest kurzfristig mehr Mitarbeiter benötigen werden.
Für einen längeren Zeitraum hält er Prognosen für schwierig. Er verweist darauf, dass laut einer MIT-Studie 60 % der heutigen Arbeitsplätze im Jahr 1940 noch nicht existierten. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem vorherigen Artikel hier.
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