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DSS Galatea eskortiert RFS Boikiy in der Nordsee

Marineoffizier auf Brücke beobachtet mit Fernglas ein Marineschiff auf See, Radar- und Navigationsgeräte sichtbar.

Ein Patrouillenschiff der Königlich Niederländischen Marine hat russische Marineeinheiten bei ihrer Durchfahrt durch die Nordsee überwacht und begleitet. Der Einsatz erfolgte im Rahmen der üblichen Verfahren zur maritimen Kontrolle in der niederländischen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ).

Die DSS Galatea eskortierte die russische Korvette RFS Boikiy der Steregushchy-Klasse – die NATO stuft diese Schiffe als „Fregatten“ ein – sowie den Tanker General Skobelev. Beide Einheiten durchquerten Gewässer unter niederländischer Hoheit. Sie liefen aus südlicher Richtung ein und wurden überwacht, bis sie den niederländischen Teil der AWZ verließen; anschließend ging die Verantwortung auf verbündete Kräfte über.

Ständige Marineüberwachung in der Nordsee

Nach Angaben des niederländischen Verteidigungsministeriums handelte es sich nicht um einen Einzelfall. Bereits in den vorangegangenen Tagen hatte die DSS Galatea zwei weitere russische Schiffe während ihrer Passage durch die Nordsee begleitet. Diese folgten demselben Muster und fuhren im Süden ein sowie im Norden wieder aus.

Seit Juli 2023 halten die niederländischen Streitkräfte in diesem Seegebiet eine dauerhafte Präsenz aufrecht. Zu ihren Aufgaben gehört es, Kriegsschiffe von Staaten außerhalb der NATO beim Transit durch die nationale AWZ zu begleiten. Dies geschieht stets in Abstimmung mit Bündnispartnern und im Einklang mit den geltenden internationalen Vorschriften.

Mit diesen Einsätzen sollen die Überwachung aufrechterhalten, die Sicherheit auf See gewährleistet und die Aktivitäten ausländischer Marineeinheiten in einer der meistbefahrenen europäischen Seeregionen kontrolliert werden.

Die Rolle der DSS Galatea

Bei der DSS Galatea handelt es sich um ein ziviles Schiff, das das niederländische Verteidigungsministerium seit dem vergangenen Jahr als Übergangslösung gechartert hat. Es soll diese Aufgabe übernehmen, bis im kommenden Jahr zwei künftige multifunktionale Unterstützungsschiffe in Dienst gestellt werden.

Auf Grundlage eines besonderen Chartervertrags ist das als Regierungsschiff eingestufte Schiff für Aufklärungs-, Begleit-, Führungs- und Überwachungsaufgaben zugelassen. Diese Funktionen sind wesentliche Bestandteile des nationalen Konzepts für maritime Sicherheit.

Jüngster Vorfall in der Straße von Gibraltar

Die Begleitung der Korvette RFS Boikiy reiht sich in einen ähnlichen Vorfall ein, der sich wenige Tage zuvor in der Straße von Gibraltar ereignet hatte, einer der strategisch bedeutendsten Seeverbindungen der Welt. Damals berichteten öffentlich zugängliche Quellen, dass Schiffe der Royal Navy und der spanischen Marine die russische Einheit während ihrer Fahrt in den Atlantik überwacht und eskortiert hatten.

Während dieses Transits begleiteten das britische Patrouillenschiff HMS Dagger (P296) und das spanische Hochseepatrouillenschiff ESPS Furor (P-46) sowohl die Korvette RFS Boikiy (532) als auch den Tanker General Skobelev. Die engmaschige Überwachung entsprach den üblichen Protokollen für das Auftreten ausländischer Kriegsschiffe.

Offizielle Mitteilungen des Vereinigten Königreichs oder Spaniens wurden zwar nicht veröffentlicht. Beobachter erklärten jedoch, dass die HMS Dagger darüber hinaus möglicherweise den Auftrag hatte, den Ablauf des gemeinsamen Einsatzes im Rahmen der abgestimmten Bündniskoordinierung und der geltenden Verfahren zur maritimen Sicherheit zu überwachen.

Archivbilder des niederländischen Verteidigungsministeriums.

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