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Algerien erhält erste russische Su-57E-Tarnkappenjäger

Zwei Militärpiloten in Uniform vor einem Kampfflugzeug F-35 auf einer Rollbahn bei klarem Wetter.

Russland hat Berichten zufolge die ersten Tarnkappenjäger Su-57E an die algerische Luftwaffe ausgeliefert – ein Schritt, der keine Sorge vor möglichen US-Sanktionen erkennen lässt. Damit wäre das Muster erstmals an einen internationalen Kunden geliefert worden. Auslöser der Meldung ist ein kurzes Video lokaler Beobachter, auf dem mindestens ein Flugzeug dieses Typs über Algerien zu sehen ist. Dies deutet darauf hin, dass die Streitkraft mit der Übernahme der in Moskau erworbenen Maschinen begonnen hat.

Die jüngst veröffentlichten Aufnahmen scheinen insbesondere Aussagen von Vadim Badekha zu untermauern, dem Geschäftsführer der United Aircraft Corporation (UAC), die er im November 2025 machte: „Unser ausländischer Kunde und unser ausländischer Partner haben die ersten beiden Flugzeuge bereits erhalten. Sie haben den Kampfdienst aufgenommen und zeigen ihre besten Eigenschaften. Unser Kunde ist zufrieden.“ Algerien nannte er zwar nicht ausdrücklich. Dennoch lösten die Worte umgehend Spekulationen aus, dass mit dem ausländischen Abnehmer das nordafrikanische Land gemeint sei. Diese Annahme wird durch durchgesickerte Dokumente und frühere Berichte gestützt, die Algerien diese Rolle zuschreiben.

Su-57E und die Verteidigungsbeziehungen zwischen Algier und Moskau

Algier und Moskau verbindet seit Langem eine enge verteidigungspolitische Zusammenarbeit, was sich an den zahlreichen Kampfflugzeugkäufen Algeriens zeigt. Beim Su-57E – der Exportausführung des Musters – soll das afrikanische Land den Aufbau einer Flotte von zwölf Kampfjets der fünften Generation planen. Dies würde einen erheblichen technologischen Fähigkeitssprung bedeuten und Algeriens Stellung gegenüber anderen nordafrikanischen Staaten weiter festigen.

Rosoboronexport wiederum verweist auf den mutmaßlich ersten Exportverkauf eines Tarnkappenjägers. Dies wäre ein wichtiger Schritt, um die Su-57 auf dem Weltmarkt als Alternative zur in den USA produzierten F-35 zu positionieren.

Weitere Hinweise auf die Zusammenarbeit von Algier und Moskau

Wie wir am 3. Februar berichteten, soll Russland zudem die Auslieferung von Su-35S-Jägern an die algerische Luftwaffe abgeschlossen haben. Auch diese Plattform beschaffte das Land im Rahmen der Modernisierung seiner Kampffähigkeiten. Offizielle Angaben zu diesem Vorgang liegen bislang nicht vor. Algerische Beobachter dokumentierten jedoch bereits erste Flüge der Maschinen mit der Lackierung und den Hoheitszeichen der genannten Teilstreitkraft. Zusätzlich untermauerte ein weiterer Hinweis diese Berichte: Mindestens einer der Jäger war im März 2025 auf Satellitenbildern von Maxar Technologies am Flughafen Oum el Bouaghi zu erkennen.

Den Erkenntnissen zufolge stammen diese Flugzeuge ursprünglich aus einer Baureihe, die Russland für ein anderes afrikanisches Land, nämlich Ägypten, gefertigt hatte. Kairo schloss 2018 einen Vertrag zum Kauf von Su-35S-Jägern ab, um seine Luftstreitkräfte mit einer Investition von 3 Milliarden US-Dollar zu verstärken. Daraufhin begann die Produktion im Werk Komsomolsk am Amur. Zwei Jahre später entschied die ägyptische Regierung jedoch, das Geschäft rückgängig zu machen. Der Verkauf wurde schließlich annulliert, obwohl die ersten Flugzeuge bereits gebaut waren. Dadurch ergaben sich für andere potenzielle Kunden Möglichkeiten, diese Maschinen zu übernehmen.

Neben den beiden genannten Flugzeugtypen wartet die algerische Luftwaffe Berichten zufolge auch auf die Lieferung von bis zu vierzehn Paketen für die elektronische Kampfführung. Diese sollen die neuen russischen Su-34-Jagdbomber ausrüsten, wie aus von Hackern erlangten und später in sozialen Netzwerken veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Außerdem wurden Bilder bekannt, die diese Flugzeuge bei Flugerprobungen über der Stadt Schukowski zeigen; auffällig ist dabei ihre Wüstentarnlackierung.

Welche Signale kamen in den vergangenen Tagen aus Washington?

Die Vereinigten Staaten hatten in den vergangenen Tagen bereits erkennen lassen, welchen Kurs sie wahrscheinlich einschlagen würden, falls Algerien die Beschaffung russischer Su-57E-Kampfjets fortsetzt. Dabei deuteten sie an, dass Sanktionen nach dem Gesetz zur Abwehr von Gegnern Amerikas durch Sanktionen (CAATSA) verhängt werden könnten.

Robert Palladino, Leiter des Büros für Angelegenheiten des Nahen Ostens, erklärte dazu: „Wir arbeiten mit der algerischen Regierung in Bereichen, in denen wir gemeinsame Positionen haben, eng zusammen. Doch in vielen Punkten sind wir eindeutig anderer Ansicht, und das Rüstungsgeschäft ist ein Beispiel für das, was die Vereinigten Staaten als problematisch ansehen. Wir nutzen die uns zur Verfügung stehenden diplomatischen Mittel, häufig nicht öffentlich, um unsere Interessen zu schützen und das zu stoppen, was wir für inakzeptabel halten.“

Die verwendeten Bilder dienen ausschließlich Illustrationszwecken.

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