Die ZERO – Associação Sistema Terrestre Sustentável – hat den heutigen Europäischen Autofreien Tag am 22. September genutzt, um die dringende Einführung einer Null-Emissions-Zone (ZEZ) in der Baixa von Lissabon zu fordern. Nach Auffassung des Verbands ist diese Maßnahme unerlässlich, um die Klimaziele sowie die nationalen und europäischen Vorschriften zur Luftqualität einzuhalten.
Zunehmender Autoverkehr in Lissabon
Laut dem Verband nimmt die Zahl der Autos, die täglich nach Lissabon einfahren, fortlaufend zu. Dadurch verschärfen sich die Probleme durch Verkehr, Lärm und Luftverschmutzung.
Gemeinsam mit der Junta de Freguesia de Santa Maria Maior führte der Verband Messungen zur Luftqualität in der Baixa von Lissabon durch, insbesondere in der Rua do Ouro, der Rua da Madalena und auf der Avenida da Liberdade.
Die Ergebnisse zeigten Stickstoffdioxidwerte (NO₂), die bis zu viermal über den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lagen und zugleich die für 2030 vorgesehenen gesetzlichen Grenzwerte überschritten. „Diese Ergebnisse zeigen das Versagen der derzeitigen Umweltzone (ZER), die völlig veraltet ist und unter mangelnder Kontrolle leidet“, erklärte ZERO in einer Mitteilung.
Was schlägt ZERO für die Null-Emissions-Zone in Lissabon vor?
Der Verband setzt sich dafür ein, den Verkehr in der Baixa von Lissabon auf vollständig elektrische Fahrzeuge zu beschränken. Der Zugang für Autos von Nichtansässigen soll begrenzt und die ausschließliche Nutzung der BUS-Spuren für vollständig elektrifizierte öffentliche Verkehrsmittel sichergestellt werden.
Darüber hinaus schlägt ZERO Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr sowie eine vollständige Neugestaltung von Verkehrsachsen wie der Avenida da Liberdade und der Avenida Almirante Reis vor.
Beteiligung von Anwohnern und Gewerbe
„Lissabon braucht Verkehrsarten, die die Kapazität pro Quadratmeter maximieren – etwa einen regelmäßigen und flexiblen öffentlichen Verkehr, Fahrräder und Wege zu Fuß“, ergänzt ZERO.
Nach Ansicht des Verbands müssen bei der Umsetzung der ZEZ alle Beteiligten einbezogen werden: Anwohner, Gewerbetreibende, kommunale Behörden und die künftig bei den Kommunalwahlen Gewählten. So soll ein partizipativer Prozess gewährleistet werden. ZERO unterstützt außerdem die von der Associação dos Moradores e Amigos de Santa Maria Maior gestartete Petition, die eine Baixa ohne schadstoffausstoßende Fahrzeuge fordert.
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