Das für 2035 geplante Verbot von Verbrennungsmotoren ist zuletzt wieder in die Schlagzeilen geraten. Auslöser waren die Aussagen des EU-Verkehrskommissars Apostolos Tzitzikostas, wonach Brüssel derzeit Möglichkeiten prüft, die den Einsatz dieser Motoren verlängern könnten.
Die Debatte ist heute so hitzig wie nie. Noch vor wenigen Jahren galt das Ziel, die CO2-Emissionen neuer Autos bis 2035 um 100 % zu senken – und damit Verbrennungsmotoren faktisch aus dem Neuwagenmarkt zu verdrängen –, als unumstößlich. Inzwischen konzentrieren sich die Gespräche offenbar auf eine Verschiebung oder Abschwächung des Ziels. Dabei stehen mehrere Ausnahmen im Raum, etwa Plug-in-Hybride, EREV, Biokraftstoffe und synthetische Kraftstoffe. Auch die Folgen der politischen Entscheidungen in den USA und China gießen zusätzlich … Öl ins Feuer der Diskussion.
Welche Faktoren stellen die festgelegten Ziele nun infrage? Genau damit befasst sich diese Ausgabe von Auto Rádio, dem Podcast von Razão Automóvel mit Unterstützung von PiscaPisca.pt.
Ende der Verbrennungsmotoren … verschoben?
Die Europäische Kommission (EU-Kommission) verabschiedete die Vorgabe, die CO2-Emissionen bis 2035 um 100 % zu reduzieren, im Jahr 2022. Zunächst waren keine Ausnahmen vorgesehen; ab 2035 sollten Autos mit Verbrennungsmotor nicht mehr verkauft werden.
Seither wurden jedoch verschiedene Änderungen und Verschiebungen diskutiert. Ein Grund dafür ist, dass der Anteil elektrisch angetriebener Fahrzeuge deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Bis Oktober 2025 entfielen in der EU nur 16,4 % der Verkäufe auf Elektroautos, obwohl ihr Anteil zu diesem Zeitpunkt bereits 30 % der Verkäufe hätte erreichen sollen (Quelle: ACEA).
Thierry Breton, ehemaliger französischer Wirtschaftsminister und EU-Kommissar für den Binnenmarkt, hatte damals vor den Folgen eines Verbots gewarnt: möglichen Exportverlusten, dem Wegfall von 600.000 Arbeitsplätzen und höheren Autopreisen für die Europäer.
Drei Jahre mit Elektroauto-Verkäufen, die weit unter den Erwartungen lagen, reichten aus, um die Alarmglocken läuten zu lassen. Die europäische Automobilindustrie hat Hunderte Milliarden Euro in Entwicklung und Produktion elektrischer Modelle investiert, die nicht den erhofften Ertrag bringen. Nun sind Werke und Arbeitsplätze gefährdet.
Die große Mehrheit der Hersteller und Zulieferer sowie mehrere EU-Staaten drängen daher auf eine Überprüfung der Ziele. In dieser Folge von Auto Rádio erfahren Sie, worum es dabei geht.
Was geschieht mit dem Verbrennungsmotor-Verbot 2035?
Die Europäische Kommission bereitet nun eine Überarbeitung der 2022 getroffenen Vereinbarung vor. Jüngste Äußerungen von Apostolos Tzitzikostas, dem für Verkehr zuständigen EU-Kommissar, haben die Spekulationen verstärkt, dass die EU das Ziel für 2035 tatsächlich verschieben könnte.
Bislang hat die Kommission allerdings keine endgültigen Antworten gegeben – möglicherweise folgen diese bereits in der kommenden Woche. Hersteller und Verbraucher bleiben damit weiterhin im Unklaren über die Zukunft.
Auto Rádio ist nächste Woche wieder da
Es gibt also viele Gründe, die aktuelle Folge von Auto Rádio anzusehen oder anzuhören. Der Podcast ist in der kommenden Woche wieder auf den üblichen Plattformen verfügbar: YouTube, Apple Podcasts und Spotify.
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